Milchpumpe

In den meisten Kliniken versucht man mittlerweile, auch krank geborene Neugeborene mit Muttermilch zu ernähren. Dies gilt auch für das Universitätsklinikum Mannheim.

Kinder, die mit einer Zwerchfellhernie geboren werden, haben das Problem, dass sie zunächst nicht saugen können. Zunächst ist dies aufgrund der künstlichen Beatmung (Tubus) nicht möglich, aber auch viele Wochen nach der Geburt, wenn die Kinder die künstliche Beatmung hinter sich gelassen haben, haben viele von ihnen Probleme mit der Koordination von Saugen, Schlucken und Atmen.
Auch wenn Stillen daher oft nicht möglich ist, soll ihnen die Muttermilch aber nicht vorenthalten werden, und daher ist das Abpumpen von Muttermilch ein sehr wichtiges Thema.

 

Wo kann ich Milch im Klinikum abpumpen?

Auf der Wöchnerinnenstation, auf der Kinderintensivstation (30-4), auf der Neonatologie (28-4) und der Kinderchirurgie (30-2) des Klinikums stehen Milchpumpen zur Verfügung. Abpumpen kann man entweder auf der Station selbst oder – wenn man Ruhe und ein wenig Abgeschiedenheit braucht – in einem „Pumpzimmer“, das nur von Müttern und nur zum Abpumpen betreten werden darf. Der Schlüssel ist auf den jeweiligen Stationen hinterlegt.
Die abgepumpte Muttermilch wird auf Station abgegeben, gekühlt oder eingefroren und dem Kind nach Bedarf über eine Magensonde verabreicht.

Auch im Patientenhaus, wo die Mütter in aller Regel nach dem Aufenthalt auf der Wöchnerinnenstation noch ca. eine Woche als Patientin verweilen, gibt es ein Pumpzimmer.
Erst nach der Entlassung der Mutter, wenn sie also „nur“ noch als Begleitperson des kranken Kindes im Patientenhaus untergebracht ist, benötigt sie eine eigene Milchpumpe. Alles andere, was sie zum Abpumpen benötigt (Flaschen, Pumpset, steriles Wasser zum Reinigen der Brust, Etiketten zum Beschriften…) erhält sie weiterhin auf der Intensivstation 30-4.

 

Wer erklärt mir die Funktionsweise der Milchpumpe und gibt mir Tipps?

Zunächst einmal stehen einem die Hebammen und die Schwestern auf der Wöchnerinnenstation mit Rat und Tat zur Seite. Direkt beim ersten Versuch erhält man auch eine Broschüre, in der alles genau erklärt wird. Zudem gibt sowohl auf der Intensivstationen als auch auf der Station 28-4 „Stillschwestern“, die die Mütter beraten und ihnen wertvolle Tipps geben.

 

Woher bekomme ich eine Milchpumpe?

Eine Milchpumpe kann man sich nach Vorlage eines Rezepts in verschiedenen Apotheken oder in Sanitätshäusern ausleihen. Das Rezept wird vom Frauenarzt ausgestellt. Man kann es entweder mitbringen oder nach der Geburt relativ zeitnah telefonisch anfordern. Es wird dann an die jeweilige Apotheke/ das jeweilige Sanitätshaus oder aber das Patientenhaus geschickt.
Neben der Milchpumpe verschreibt der Frauenarzt auch noch ein Doppelpumpset, das für die Medela-Doppelmilchpumpe „Symphony“ (https://www.medela.de/stillen-fuer-muetter/produkte/milchpumpen/symphony) verwendbar ist.

 

Was brauche ich sonst noch so?

Eine Packung Stilleinlagen und einige bequeme Still-BHs gehören unbedingt ins Krankenhausgepäck. Zudem ist es vielleicht eine schöne Vorbereitung, schon vor der Entbindung auszuprobieren, welcher Stilltee einem gut schmeckt und sich eine Packung mitzunehmen. Falls die Milch nicht so recht fließen will, helfen auch Kapseln, die aktivierten Bockshornklee (von Dr. Pandalis), die frei verkäuflich sind.